Konjunkturbeobachtung - Jahresbericht 2011 und 1. Quartal 2012



Ergebnisse 2011  

  

Nominelle Umsatzentwicklung


 

  • 37 % der Betriebe meldeten für 2011 Umsatzsteigerungen gegenüber 2010 um durchschnittlich 10,1 %,
  • bei 35 % der Betriebe blieb der Umsatz auf Vorjahresniveau und
  • 28 % der Betriebe verzeichneten Rückgänge um durchschnittlich 11,8 %.

Insgesamt ergibt sich daraus eine Erhöhung des Branchenumsatzes um 1,5% (Vorjahr: +1,3 %). Im Vergleich dazu ist die gesamte Wirtschaftsleistung Österreichs (das Bruttoinlandsprodukt) nominell um 5,3 % gestiegen.  

Preisentwicklung

  • 49 % der Betriebe konnten die Verkaufspreise 2011 verglichen mit 2010 um durchschnittlich 3,3 % erhöhen,
  • bei 48 % der Betriebe blieben die Preise konstant und
  • 3 % der Betriebe mussten die Verkaufspreise um durchschnittlich 10,3 % reduzieren.

Im Branchendurchschnitt wurden damit die Verkaufspreise 2011 um 1,1 % erhöht (Vorjahr: +0,1 %). Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen 2011 um 3,3 & (Inflationsrate).

Preisbereinigte Umsatzentwicklung

Nach Berücksichtigung der Veränderung der Verkaufspreise ist der Branchenumsatz mengenmäßig um 0,4 % gestiegen (Vorjahr: +1,2 ). Der gesamtwirtschaftliche Vergleichswert, das reale Bruttoinlandsprodukt, lag um 3,1 % über dem Niveau des Vorjahres.

Exportquote

5,6 % des Gesamtumsatzes entfielen 2011 auf Exporte. Im Gewerbe und Handwerk insgesamt lag die Exportquote bei 8,2 %. Die Exportleistung ist auf relativ wenige Betriebe zurückzuführen. 9 % realisierten Umsätze mit Exporten, 91 % hatten 2011 keine Exportumsätze.

Investitionen

Im Branchendurchschnitt wurden im vergangen Jahr mit rd. € 2.700,- je Beschäftigten um 8 % mehr investiert als im Vorjahr (€ 2.500,-). Von den Gesamtinvestitionen entfielen € 1.200,- je Beschäftigten auf bauliche (2010: € 1.300,-) sowie € 1.500,- auf sonstige (Ausrüstungs-)Investitionen (2010: € 1.200,-).

2011 tätigten 56 % der Betriebe Investitionen. Beim Großteil der Investitionen handelte es sich um Ersatzinvestitionen 52 %), 32 % waren Erweiterungsinvestitionen und 16 % Rationalisierungsinvestitionen.

Ausblick 2012  

  

Investitionsplanung

47% der Betriebe planen, im Jahr 2012 Investitionen vorzunehmen.

  • 22 % rechnen mit höheren Investitionen als im Jahr 2011,
  • 13 % wollen gleich viel investieren wie im Vorjahr un
  • 12 % planen Investitionen, allerdings in geringerem Ausmaß als 2011.

Problembereiche 

  • 74 % der Betriebe sind im laufenden Jahr durch die Preiskonkurrenz in iher Geschäftstätigkeit beeinträchtigt,
  • 41 % durch Fachkräftemangel
  • 15 % durch fehlendes Risiko- bzw. Eigenkapital,
  • 9 % durch Lehrlingsmangel und
  • 7 % druch Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme.

 

Situation im 1. Quartal (Jänner bis März) 2012

  

Beurteilung der Geschäftslage

  • 26 % der Betriebe beurteilen die Geschäftslage mit ''gut'',
  • 58 % mit ''saisonüblich'' und
  • 16 % der Betriebe mit ''schlecht''.
  • Saldo (Anteil der Betriebe mit guten abzüglich schlechten Beurteilungen): 10

Per Saldo hat sich damit das Stimmungsbarometer im Vergleich zum Vorquartal verbessert.

Auslastung

Im Branchendurchschnitt sichert der Auftragsbestand eine Vollauslastung für 11,1 Wochen.

  • 52 % der Betriebe könnten sofort zusätzliche Aufträge ausführen,
  • 33 % in drei Monaten,
  • 13 % in sechs Monaten,
  • 21 % in neun Monaten.

Im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres ist der durchschnittliche Auftragsbestand um 7,4 % gesunken.

Vom Gesamtauftragsbestand entfielen

  • 768 % auf private/gewerbliche Auftraggeber,
  • 20 % auf öffentliche Bauprojekte, die über Generalunternehmer bzw. Bauträger (Genossenschaften) abgewickelt werden,
  • 12 % auf Direktvergaben durch Bund, Länder und Gemeinden.

 

Prognosen für das 2. Quartal (April bis Juni) 2012

  

Auftragseingangserwartungen


 

  • Für das 2. Quartal 2012 prognostizieren 15 % der Betriebe, dass die Auftragseingänge gegenüber dem 2. Quartal des Vorjahres steigen werden,
  • 71 % erwarten keine Veränderung und
  • 14 % rechnen mit Rückgängen.
  • Saldo (Anteil der Betriebe mit positiven abzüglich negativen Erwartungen): 1 

Insgesamt hat der Optimismus im Vergleich zum Vorquartal zugenommen.

Personalplanung


 

  • 15 % der Betriebe planen, den Beschäftigtenstand im Zeitraum April bis Juni 2012 um durchschnittlich 17,2 % zu erhöhen,
  • 82 % der Betriebe rechnen damit, den Personalstand konstant zu halten und
  • 3 % der Betriebe beabsichtigen, die Zahl der Mitarbeiter/innen um durchschnittlich 11,6 % zu verringern.

Im Durchschnitt ergibt sich daraus eine geplante Erhöhung des Beschäftigungsstandes um 1,7 %. Der Personalbedarf liegt damit unter dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahres.

 
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